Technischer Defekt in der Eishalle Kapfenberg
Ein defektes Ventil hat in der Eishalle Kapfenberg einen Schaden am Kühlsystem ausgelöst. Eine Spezialfirma arbeitet bereits daran, das Kühlsystem wieder funktionsfähig zu machen. In rund drei Wochen sollte die Eishalle wieder in Betrieb gehen können.
In der Eishalle Kapfenberg sorgt seit einigen Tagen ein technischer Defekt dafür, dass kein Eis aufgebaut werden kann. Ein elektronisch als „einwandfrei“ gemeldetes Ventil war mechanisch defekt. Dadurch gelangte Öl in das Kühlsystem und vermischte sich mit Ammoniak.
„Dieses Gemisch muss fachgerecht getrennt werden“, erklärt der Leiter des Sportzentrums René Ranner. „Dafür braucht es eine Spezialfirma, die diese Stoffe sicher und vollständig wieder voneinander trennt. Erst danach können das Kühlsystem und die Eisproduktion gestartet werden.“
Wie lange dieser Prozess dauert, lässt sich derzeit nur vorsichtig abschätzen. Die Eishalle wird mindestens bis Ende des Monats außer Betrieb sein. Erst wenn die Anlage wieder läuft, können unsere Eismeister mit ihrer Arbeit beginnen und mit dem Aufbau des Eises starten. Dieser Prozess dauert rund zwei Wochen, vorausgesetzt, die Eispiste ist bereits gut vorgekühlt. Das betrifft Schulen, die hier regelmäßig Unterrichtseinheiten absolvieren, diverse Eishockeyvereine, Stockschützen und den gesamten Publikumslauf.
Bürgermeister Matthäus Bachernegg zeigt Verständnis für die Enttäuschung vieler Kinder, Familien und Sportler:innen. „Wir wissen, wie wichtig die Eisfläche gerade jetzt im Winter ist. Viele freuen sich jedes Jahr darauf, hier ihre Runden zu drehen. Im Kontext der Aufregung um Eislaufflächen in der Region (Bruck an der Mur, Frohnleiten) ist uns natürlich auch klar wie wichtig ein reibungsloser Betrieb in der Kapfenberger Stadthalle ist.“
Gleichzeitig räumt der Bürgermeister mit kursierenden Gerüchten auf:
„Die Technik ist nicht alt oder überholt, ganz im Gegenteil. In diesem Bereich wurde die gesamte Technik erneuert. Zudem erfolgte eine Umstellung des Kühlsystems von Sole auf NH₃ (Ammoniak). Lediglich der Kühlkompressor ist formal „alt“, wurde jedoch vollständig serviciert, sodass im Grunde nur das Gehäuse bestehen blieb und das gesamte Innenleben erneuert wurde. Wie in jedem hochkomplexen technischen Bereich kann es aber trotzdem zu Defekten kommen.“
Der Leiter des Sportzentrums René Ranner ordnet die Lage ein: „Unsere Techniker arbeiten eng mit der Spezialfirma zusammen, um das Öl aus dem System abzuscheiden. Erst wenn die Anlage wieder stabil läuft, können wir den Eisbetrieb starten. Eine seriöse Prognose ist möglich, sobald der erste Trennvorgang abgeschlossen ist. Aber es wird bestimmt noch zwei bis drei Wochen dauern.“